Herbstfahrt nach Straßburg
Der Wettergott sei gepriesen: Entgegen der Wettervoraussage erlebten die Reiseteilnehmer an der VHS-Herbstfahrt nach Straßburg und Colmar ein verlängertes Wochenende, an dem die Sonne häufig vom Himmel lachte.
In Frankreich ist der Tag der Deutschen Einheit ja kein Feiertag. Und so kam der Bus mittags in den dicksten Berufsverkehr in Straßburg an. Sogleich wurde beschlossen, an diesem Freitag nur noch zu Fuß diese traumhaft schöne Stadt zu erkunden. Mit Francois, einem gebürtigen Elsässer, als Stadtführer, spazierte man durch die von zwei Armen des Flusses Ill umgebende Altstadt mit dem bedeutenden Münster.
An diesem ersten Abend wurde gemeinsam im „Maison des Tanneurs“ im ehemaligen Gerberviertel gespeist und das ansprechende Ambiente genossen.
Der Samstagvormittag galt dem „europäischen“ Teil der Stadt. Auf der Treppe vor dem Gebäude des Europarates wurde Aufstellung zum obligaten Gruppenfoto genommen, und Francois hatte die Aufgabe, die Gruppe mit mindestens 10 Fotoapparaten aufzunehmen. Er hatte diese dazu in Reihe vor seine Füße gelegt und dann die die Gruppe jeweils aus drei Perspektiven abgelichtet.
Das beeindruckende supermoderne Gebäude des Europäischen Parlaments imponierte. Die Weltläufigkeit Straßburgs zeigt sich auch in den Botschaftsgebäuden, dem von Kaiser Wilhelm Ii errichteten „deutschen“ Viertel mit beachtlichen Gebäuden wilhelminischen Stils und der berühmten Universität.
Die nachmittägliche Bootsfahrt auf der Ill zu den alten Befestigungsanlagen, durch die Altstadt und dann zu den Gebäuden des Europa-Parlaments, die von der Fluss-Seite noch beeindruckender erschienen, beschloss die Erkundung der Stadt.
Am Sonntag ging es Richtung Colmar. Bei strahlendem Sonnenschein leuchteten die bunten Blätter der Bäume, die Weinstöcke bogen sich unter den Weintrauben, weithin zogen sich die Maisfelder und die Weinorte zeigten sich blitzblank und voller Blumen. In Colmar konnte jeder Reiseteilnehmer seinen Interessen nachgehen. Die meisten zog es wohl ins Museum Unterlinden, um sich den berühmten Isenheimer Altar von Grünewald anzusehen und vielleicht auch die beachtliche Sonderausstellung des Künstlers Hundertwasser. Wer Lust hatte, fuhr mit dem Bähnchen mit Stadtführung durch Colmar oder bummelte durch die bezaubernde Altstadt.
Nach dem individuellen Mittagsimbiss wurde die Heimfahrt angetreten. Nachzutragen wäre noch, dass in der Nacht vom Samstag auf Sonntag auf dem Busparkplatz in Straßburg unser Bus aufgebrochen und durchwühlt worden war. Da die Täter nichts gefunden hatten und nur geringer Sachschaden am Bus entstanden war, wurde keine Anzeige bei der Polizei erstattet. Die Prozedur hätte zu viel Zeit in Anspruch genommen.